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Hundert Jahre American Express in Deutschland - Thursday, 20. September 2007
Frankfurt am Main, 10. Mai 2007 – American Express feiert 100-jähriges Jubiläum in Deutschland. Am 14. Mai 1907 eröffnete die American Express Company, New York, mit der American Express Company GmbH in Hamburg ihre erste Unternehmung in Deutschland. Vorläufer waren Repräsentanzen in norddeutschen Hafenstädten. Damit machte der bereits in 1850 in den Vereinigten Staaten aus dem Zusammengehen von Wells, Fargo und Butterfield entstandene Transport- und Dienstleistungskonzern einen entscheidenden Schritt in die mitteleuropäischen Märkte.

„Das noch junge deutsche Kaiserreich hatte sich schnell zu einer dynamischen Industrienation mit wachsendem internationalen Geschäft entwickelt – für American Express der richtige Zeitpunkt, aussichtsreiche Verbindungen zu etablieren“, sagt Werner Decker, Vorsitzender der Geschäftsleitung heute. Das Angebot von verbundenen Dienstleistungen umfasste bereits 1907: Transporte, Vertretung von Eisenbahn-, Express- und Dampfschifffahrtsgesellschaften, An- und Verkauf von Wechseln, Billets für See- und Landreisen – und generell europäisch-amerikanische Geschäftsverbindungen. Die Hamburger Unternehmung reüssierte damit. Aus den Erfolgen im Transport entwickelt sich ein zunehmender Bargeld- und Überweisungsverkehr. Und bereits 1910 konnte die GmbH ihr Stammkapital von 500.000 auf zwei Millionen Reichsmark erhöhen.

Schon 1891 hatte American Express den Reisescheck überhaupt erfunden. Der allererste davon wurde in Deutschland im Luxushotel Hauffe in Leipzig eingelöst. American Express Hamburg baute diesen zukunftsträchtigen Geschäftszweig mit der gewachsenen Expertise aus – und wurde zur Anlaufstelle für den modernen Tourismus des 20. Jahrhunderts. Der Ort der Hauptniederlassung wechselte nach dem überstandenen Krieg (1914 hatte Amex den Status „neutral“ erhalten) nach Berlin und blieb bis 1955. Vor allem das Bankgeschäft gewann in den Zwanzigern neue Märkte: American Express begann Kredite auf rund um die Welt verschiffte Waren zu geben – womit der Grundstein für einen separaten Bankbetrieb gelegt wurde. Zugleich nahm das Reisegeschäft neue Dimensionen an: American Express organisierte die allererste Kreuzfahrt rund um den Erdball. Der Luxusdampfer „Laconia“ führte auf den Spuren Magellans über die Weltmeere. Und: Der „Reisedienst“ der Company organisierte den Besuch der Oberammergauer Passionsspiele.

Im Zweiten Weltkrieg – man hatte die Bankenkrise auch in Amerika überstanden – durfte American Express den Reisescheck weiterhin einlösen und war zeitweilig der einzige Dollarpartner am Geldmarkt. Auf Wunsch des Präsidenten Roosevelt wurde ein spezielles Programm für im Ausland stationierte amerikanische Truppen entwickelt. Daraus erwuchs 1947 die Military Banking Division (MBD) der American Express International Banking Corporation in Deutschland. „It is worth to mention that our Headquarter Office was located in the Taunus Anlage, Frankfurt”, notieren die alten Quellen. Ein Turm der Deutschen Bank steht heute am Platz.

Im Jahr 1964, Sitz von American Express war inzwischen Frankfurt, schlug die Geburtsstunde für die neue „Kreditkartenabteilung“ in Deutschland: ein Vertriebszentrum für American Express Kreditkarten und Rechnungsstellung in D-Mark. Das Kartengeschäft in der reisehungrigen Bundesrepublik boomte. 1972 entstand dafür das Card Operation Center in Frankfurt. Bis 1994 waren aus 20.000 Karteninhabern bereits mehr als eine Million geworden. In den Achtzigern wird vor allem das Bankgeschäft neu strukturiert und ausgebaut. American Express kauft die Deutsche Transportbank und geht forciert in den Firmenkundenbereich, den Geld- und Devisenhandel und dann auch in das private Direktgeschäft und den Fondshandel. „Bankhaus Amex“ wird zum Markennamen der Finanzdienstleistungen für Karteninhaber. Schon Mitte der neunziger Jahre gehören Home Banking und Online-Dienste zum selbstverständlichen Service.

Die Unternehmensgruppe American Express Deutschland heute:
Mitarbeiter: 1.242 (30.04.2007)

Kreditkarten (Emittent American Express Services Ltd., Zweigniederlassung Frankfurt am Main): Privat- und Firmenkreditkarten; Marktführer im deutschen Premiummarkt mit Gold, Platinum-, und Centurion Cards; Vertrieb über Partner (z. B. Commerzbank, Deutsche Bank), Direktgeschäft, Internet, Agenturen.

Travelers Cheques (Emittent American Express International, Inc., Niederlassung Deutschland, Frankfurt am Main): Alle wichtigen Weltwährungen, Vertrieb über Banken, Reisebüros, Direktgeschäft. Zudem Travelers Cheque Cards von der American Express Bank.

Reiseleistungen (American Express International, Inc., Niederlassung Deutschland, Frankfurt am Main): Planung, Buchung, Durchführung, Abrechnung, Kontrolle von Geschäftsreisen; weltweit größter Anbieter von Geschäftsreiselösungen für Unternehmen; Privatreisen in Verbindung mit Premiumkarten.

Bankgeschäft (American Express Bank GmbH, Frankfurt am Main): Privatkredite, Korrespondenzbankengeschäft mit dem American Express Euro Booking Center in Frankfurt für die weltweite Abwicklung, Eurozahlungsverkehr und Liquiditätsmanagement für Konzerngesellschaften, Institutioneller und Retail-Fondsvertrieb.
Finanzberatung (American Express Finanzmanagement GmbH, Heidelberg): Beratung in Liquiditäts-, Vorsorge- und Vermögensfragen für Privat- und kleinere Firmenkunden.

American Express als deutscher Börsenwert:
Bereits seit 1978 ist die Konzernmutter American Express Company, New York, in Deutschland an den Börsen Frankfurt und Düsseldorf notiert. Der Aktienkurs zum hundertjährigen Deutschland Jubiläum: 46,53 Euro / 63,28 USD (Kursdatum: 10.05.2007). Druckversion
American Express Bank - Hundert Jahre in Deutschland - Thursday, 20. September 2007
Frankfurt am Main, 10. Mai 2007 - Die American Express Bank GmbH feiert 100-jähriges Jubiläum in Deutschland. Am 14. Mai 1907 begann der Werdegang der American Express Bank in Deutschland mit der Gründung der American Express Company GmbH in Hamburg.

Hundert Jahre Deutschland. Am 14. Mai 1907 eröffnete die American Express Company ihre erste Unternehmung in Hamburg als Gesellschaft mit beschränkter Haftung: Die American Express Company GmbH. Damit machte der bereits 1850 in den Vereinigten Staaten aus dem Zusammengehen von Wells, Fargo und Butterfield entstandene Transport- und Dienstleister einen entscheidenden Schritt in Richtung der mitteleuropäischen Märkte. Zum Geschäftsschwerpunkt des Unternehmens zählte der Handel von und nach Amerika. Dienstleistungen waren die Frachtgutbeförderung und dazugehörige Finanzierungsgeschäfte sowie die Beförderung von Bargeld und die Ausführung von Geldüberweisungsgeschäften. 1924 verlegte die Gesellschaft ihren Sitz nach Berlin und unterhielt Zweigniederlassungen in Hamburg, Bremen und München.

Wachstum in Deutschland
In den Zwanziger Jahren baute American Express den Bankbetrieb mit der Vergabe von Krediten auf rund um die Welt verschiffte Waren weiter aus. Auf Wunsch der amerikanischen Regierung versorgte die American Express International Banking Corporation nach dem Zweiten Weltkrieg die im Ausland stationierten Soldaten mit Finanzdienstleistungen. 1947 entstand so die American Express Military Banking Division in Deutschland. Bis in die späten 80er Jahre fungierte die Bank für die stationierten Soldaten als erste Anlaufstelle. Die Hauptverwaltung dieser „Militärbank“ war in Frankfurt, zeitweilig gab es bis zu 65 Vertretungen deutschlandweit verteilt. In der Nachkriegszeit begleitete die American Express Company GmbH die aufstrebende Wirtschaft in Deutschland und war vor allem im Im- und Export für deutsche Unternehmen tätig. Der Grundstein für das zukünftige Firmenkundengeschäft war gelegt. In den 50er Jahren erhielt American Express dann die Lizenz zur Eröffnung von Handelsbanken in Europa. 1955 verlegte die Gesellschaft ihre Zentrale von Berlin nach Frankfurt am Main, wo sie bis heute sitzt. Die American Express Company GmbH wurde 1966 in die American Express Bank GmbH umgewandelt. In den 70er Jahren konnte die American Express Bank ein stetiges Wachstum verzeichnen, vor allem bei Warenkrediten und im kommerziellen Bankgeschäft. Gleichzeitig wurde das internationale Filialnetz der Bank von 48 auf 82 Geschäftsstellen ausgebaut.

Entwicklung zum weltweiten Finanzdienstleister
In den 80er Jahren betrieb die American Express Company international eine gezielte Ausweitung der Bankgeschäfte und expandierte zu einem der bedeutensten Finanzdienstleister weltweit. Loeb Rhodes (1981), IDS (1984), Lehman Brothers Kuhn Loeb (1984) und E.F. Hutton (1988) wurden übernommen. IDS wurde später zu American Express Financial Advisors. In Deutschland kaufte American Express 1987 die Deutsche Transportbank. Es folgte die Umwandlung in Bankhaus Amex, um Finanzdienstleistungen für die Karteninhaber in Deutschland zu erbringen. Vier Jahre später fusionierte dann die American Express Bank GmbH mit dem Bankhaus Amex. Seitdem arbeitet die Gesellschaft in Deutschland einheitlich unter dem Namen American Express Bank GmbH. Die Schwerpunkte der Bank lagen in dieser Zeit auf dem Geschäft mit Privatkunden, Firmenkunden, dem Korrespondenzbankgeschäft, sowie dem Geld- und Devisenhandel.

Konzentration auf neue Geschäftsfelder
Bereits 1991 startete die American Express Bank mit dem modernen Direct Banking. Drei Jahre später wurde die Produktpalette für Privatkunden durch den Fondshandel erweitert. „Ein bedeutender Schritt ist 1994 der Start des Fondsvertriebs der American Express Bank. Zielgruppe waren zunächst die Karteninhaber von American Express. Seit 1995 sind unsere Fondsprodukte dann auch für den freien Markt zugänglich“, so Andreas Ziehensack, Generalbevollmächtigter der American Express Bank in Deutschland und verantwortlich für den Vertrieb von Investmentfonds in Zentraleuropa. Auch wurde 1995 der Geschäftsbereich Personal Financial Services formiert, um das Direct Banking international weiterzuentwickeln. Ein Jahr später wurden die Internetpräsenz und das Homebanking ausgebaut. 1999 folgte die Einführung der World Express Funds in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Im Jahr 2000 begann die Betreuung des institutionellen Geschäfts mit Gründung des Bereiches Institutional Asset Management. Später verstärkte die Bank auch den Fondsvertrieb über Retail Partner. Mit der American Express Finanzmanagement GmbH gründete die Bank im Februar 2004 eine Tochtergesellschaft mit Sitz in Heidelberg und bietet ihren Kunden hier seit 2005 Liquiditäts-, Vorsorge- und Vermögensmanagement mit einer unabhängigen Produktauswahl an.

American Express Bank in Deutschland
Die American Express Bank GmbH ist Teil eines globalen Netzwerkes mit über 75 Standorten in 47 Ländern. In Deutschland ist American Express mit vier Gesellschaften vertreten. Neben der Bank sind dies die American Express International, Inc., American Express Services Europe Limited und die American Express Finanzmanagement GmbH als Tochtergesellschaft der Bank. Ein Schwerpunkt in Deutschland ist der institutionelle Bereich. Im Korrespondenzbankengeschäft betreibt die Bank das Euro Booking Center in Frankfurt am Main. Von hier aus übernimmt die Bank auch für andere Konzerngesellschaften immer häufiger den Euro-Zahlungsverkehr und das Liquiditätsmanagement. Dazu kommt der Bereich Institutional Asset Management, der den Vertrieb der American Express Fonds über externe Partner in der institutionellen Vermögensverwaltung und im Retail Geschäft betreut. Ein weiterer Geschäftsbereich ist das Kreditgeschäft für Privatkunden. An diese Zielgruppe und an kleinere Firmenkunden richtet sich auch das Angebot der Finanzplanung durch die American Express Finanzmanagement GmbH. Die Aktien der Konzernmutter American Express Company, New York, werden seit Mai 1978 in Deutschland an den Börsenplätzen Frankfurt und Düsseldorf gehandelt.
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